Lüftungstechnik in Wietmarschen, Lingen und Nordhorn
Ein dichtes Haus spart Heizenergie. Es tauscht seine Luft aber nicht mehr von selbst aus. Das Gesetz verlangt eine luftdichte Gebäudehülle und lässt die Vorschriften zum Mindestluftwechsel unberührt.[1] Wir planen und bauen zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen ein.
Stand der Rechts- und Normenquellen: 29.09.2026. Zitiert werden nur Gesetzes-, Normen- und Regelwerkseiten (Ausnahmen sind auf der Seite gekennzeichnet). Die Fundstellen stehen am Ende.
- Gesetz
- Neue Gebäude müssen dauerhaft luftdicht ausgeführt sein. Vorschriften zum Mindestluftwechsel bleiben unberührt.[1]
- Norm
- DIN 1946-6 gilt für die freie und die ventilatorgestützte Lüftung von Wohnungen.[2]
- Geräte
- Zentrale Anlage mit Kanälen oder dezentrale Einzelgeräte. Beide gibt es mit Wärmerückgewinnung.
- EU-Recht
- Für Lüftungsgeräte gilt die Ökodesign-Verordnung (EU) Nr. 1253/2014.[3]
Inhalt dieser Seite
Warum Lüftung geplant werden muss
Ein neues oder saniertes Haus ist dicht. Das ist gewollt. Die Luft im Haus wird dann aber nur noch über Fenster getauscht, und das hängt vom Verhalten der Bewohner ab. Nach DIN 1946-6 soll der Feuchteschutz aber ständig und unabhängig vom Nutzer gesichert sein. Ob dafür eine Anlage nötig ist, klärt das Lüftungskonzept.[2]
Das Gebäudemodernisierungsgesetz übernimmt die Regel aus dem früheren Gebäudeenergiegesetz. Ein Gebäude muss danach dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet sein. Öffentlich-rechtliche Vorschriften über den Mindestluftwechsel zum Zweck der Gesundheit und Beheizung bleiben unberührt.[1] Wie das Lüftungskonzept aufgebaut ist, steht im Ratgeber Lüftungskonzept nach DIN 1946-6.
Zentrale oder dezentrale Lüftung?
Beide Bauarten können die Wärme der Abluft zurückgewinnen. Sie unterscheiden sich im Einbau. Unsere Einschätzung:
| Kriterium | Zentrale Lüftung | Dezentrale Lüftung |
|---|---|---|
| Aufbau | Ein Gerät im Technikraum oder auf dem Dachboden, Luftverteilung über Kanäle zu den Räumen. | Einzelne Geräte in der Außenwand, oft paarweise, ohne Kanalnetz. |
| Neubau und Kernsanierung | Kanäle lassen sich in der Rohbauphase mitplanen. Das ist unsere Empfehlung, wenn das ganze Haus versorgt werden soll. | Möglich, wenn Wanddurchbrüche gewünscht sind. |
| Bestand ohne große Umbauten | Braucht Platz für Kanäle und Geräteraum. | Meist die einfachere Lösung. Die Geräte kommen in die Außenwand. |
| Wartung | Filterwechsel und Reinigung an einer Stelle. | Filter in jedem Gerät. |
Wir prüfen bei der Begehung, welche Lösung zu Grundriss, Dämmstandard und Budget passt. Gemischte Lösungen sind möglich.
Regeln, die für Ihr Haus gelten
Lüftungskonzept: DIN 1946-6 verlangt es für neue Gebäude und bei Änderungen, die die Lüftung betreffen. Es klärt, ob lüftungstechnische Maßnahmen nötig sind, und wählt das System aus.[2]
Geräte: Die Verordnung (EU) Nr. 1253/2014 legt Ökodesign-Anforderungen an Lüftungsanlagen fest. Sie unterscheidet Wohnraum- und Nichtwohnraumlüftung nach dem Luftdurchsatz. Kleine Anlagen mit weniger als 30 W elektrischer Eingangsleistung je Luftstrom sind bis auf Informationspflichten ausgenommen.[3]
Energetische Anrechnung: § 28 des Gebäudemodernisierungsgesetzes regelt die Anrechnung mechanisch betriebener Lüftungsanlagen. Die Anrechnung setzt unter anderem den Nachweis der Gebäudedichtheit voraus.[4]
Bad ohne Fenster: Für fensterlose Bäder und Toilettenräume gilt die DIN 18017-3. Wir planen die Abluft so, dass sie zum Lüftungskonzept der Wohnung passt.
Lüftung für Ihr Haus planen lassen?
Einbau im Neubau und im Bestand
Im Neubau legen wir Kanäle, Durchbrüche und Elektroanschluss in der Rohbauphase fest. Im Bestand beginnen wir mit einer Bestandsaufnahme: Wo ist Platz für Gerät und Kanäle, wo dürfen Durchbrüche in die Außenwand? Danach planen wir Luftmengen, Auslässe und Kondensatablauf.
Zur Lüftungsanlage gehören ein Stromanschluss und eine Steuerung. Beides kommt aus der Elektroinstallation und lässt sich in ein Smart-Home-System einbinden. Die Filter gehören zur regelmäßigen Wartung. Wenn die ganze Haustechnik erneuert wird, planen wir die Lüftung in der Komplettsanierung mit.
Ablauf
- Begehung: Grundriss, Dämmstandard, vorhandene Fenster und Bäder
- Lüftungskonzept: Ist eine Anlage nötig, und welche Bauart passt?
- Angebot mit Positionen und Gerätewahl
- Einbau, Elektroanschluss und Kanalführung
- Einregulierung der Luftmengen und Inbetriebnahme
- Einweisung in Bedienung und Filterwechsel, Übergabe der Unterlagen
Häufige Fragen
Brauche ich eine Lüftungsanlage?
Zentral oder dezentral?
Reicht Fensterlüften?
Gilt das auch für ein Bad ohne Fenster?
Was ändert sich mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz?
Noch Fragen zu Lüftungstechnik? Wir beraten Sie vor Ort.
Dazu passt
Quellen
Öffentliche Rechts-, Norm- und Regelwerksseiten, Stand der Prüfung: 29.09.2026. Vorschriften ändern sich. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung beim Herausgeber. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.
- Gebäudemodernisierungsgesetz (bisher Gebäudeenergiegesetz), § 13 DichtheitBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
- DIN 1946-6, Raumlufttechnik, Teil 6: Lüftung von Wohnungen (Anwendungsbereich; Ausgabe 2019-12 ersetzt die auf der Seite gezeigte Ausgabe 2009-05)DIN Media. Normtext kostenpflichtig; zitiert ist der öffentliche Anwendungsbereich. Einzelheiten zu Schwellenwerten und Lüftungsstufen sind aus Fachliteratur gegengelesen.
- Verordnung (EU) Nr. 1253/2014 zur umweltgerechten Gestaltung von Lüftungsanlagen (Ökodesign)EUR-Lex, Amt für Veröffentlichungen der EU
- Gebäudemodernisierungsgesetz, § 28 Anrechnung mechanisch betriebener LüftungsanlagenBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
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